Kim Jong Un hält uns alle ja bereits seit geraumer Zeit in Atem. Der Diktator droht offen mit Krieg, kappt Wirtschaftsverbindungen mit Südkorea, und die nordkoreanische Fernsehsprecherin, die mit martialischem Ton die Überlegenheit Nordkoreas verkündet, dürfte seit der Heute Show am letzten Freitag legendär sein (hier ein Link zum entsprechenden Videoauschnitt). Auch wenn Olli Welke das ganze ins Lächerliche zieht, ist es dennoch nicht lächerlich. Es ist eine moralische Frage, was man mit Nordkorea macht. Was kann die Bevölkerung für ihren Führer? Die leidet schon genug. Und dennoch, wieviel Provokation können die USA und ihre Verbündeten ertragen?
Hier sieht man das moralische Dilemma eines Nordkorea-Krieges: Die nordkoreanische Bevölkerung hat schon jetzt unwahrscheinlich zu leiden – es gibt nicht genügend Nahrungsmittel, Zensur überall, Propaganda, wohin man schaut. Ich weiß nicht, ob man sich das in Deutschland in seinem ganzen Extrem vorstellen kann. Bei einem Krieg ist es wiederum die Bevölkerung, die maßgeblich leiden wird. Und sie können ja nichts für “ihren” Diktator und dessen Irrsinn.Ich bin allerdings nicht die einzige, die sich damit auseinandersetzt.Im TV-Programm heute (gefunden bei tvdigital.de) wird bei Beckmann darüber diskutiert, wie gefährlich der junge Diktator tatsächlich ist. Es bleibt zu hoffen, dass man auch die Zivilbevölkerung in die Diskussion mit einbezieht, deren Leid nicht außer Acht lässt.
Um es kurz zu fassen, muss ich sagen, dass ich sehr froh bin, keine politische Kraft im Maße eines Barack Obama zu besitzen, denn die Entscheidung, was nun zu machen sei, würde mir unwahrscheinlich schwer fallen…



