Nordkorea

Kim Jong Un hält uns alle ja bereits seit geraumer Zeit in Atem. Der Diktator droht offen mit Krieg, kappt Wirtschaftsverbindungen mit Südkorea, und die nordkoreanische Fernsehsprecherin, die mit martialischem Ton die Überlegenheit Nordkoreas verkündet, dürfte seit der Heute Show am letzten Freitag legendär sein (hier ein Link zum entsprechenden Videoauschnitt). Auch wenn Olli Welke das ganze ins Lächerliche zieht, ist es dennoch nicht lächerlich. Es ist eine moralische Frage, was man mit Nordkorea macht. Was kann die Bevölkerung für ihren Führer? Die leidet schon genug. Und dennoch, wieviel Provokation können die USA und ihre Verbündeten ertragen?

By Zscout370 (Own work) [Public domain or Public domain], via Wikimedia Commons

Hier sieht man das moralische Dilemma eines Nordkorea-Krieges: Die nordkoreanische Bevölkerung hat schon jetzt unwahrscheinlich zu leiden – es gibt nicht genügend Nahrungsmittel, Zensur überall, Propaganda, wohin man schaut. Ich weiß nicht, ob man sich das in Deutschland in seinem ganzen Extrem vorstellen kann. Bei einem Krieg ist es wiederum die Bevölkerung, die maßgeblich leiden wird. Und sie können ja nichts für “ihren” Diktator und dessen Irrsinn.

Ich bin allerdings nicht die einzige, die sich damit auseinandersetzt.Im TV-Programm heute (gefunden bei tvdigital.de) wird bei Beckmann darüber diskutiert, wie gefährlich der junge Diktator tatsächlich ist. Es bleibt zu hoffen, dass man auch die Zivilbevölkerung in die Diskussion mit einbezieht, deren Leid nicht außer Acht lässt.

Um es kurz zu fassen, muss ich sagen, dass ich sehr froh bin, keine politische Kraft im Maße eines Barack Obama zu besitzen, denn die Entscheidung, was nun zu machen sei, würde mir unwahrscheinlich schwer fallen…

Unsicherheiten überall

 

Selbst als Erwachsene ist man ja nicht davor gefeit, sich im Internet zu vertun. Das ist nämlich alles immer gar nicht so einfach und sicher, wie man meint.

Wenn man ein aufgeklärter Internetnutzer ist, keine komischen Sachen anklickt oder hochlädt, kann es immer

noch passieren, dass man sich vertut.

Ich spiele zum Beispiel immer Lotto im Internet, zum Glück kann man das bei einem seriösen Anbieter wie lotto24 machen, ohne Angst zu haben, dass da was nicht ok ist. Es gibt da höhere Gewinnchancen beim Eurojackpot, auf die ich echt nicht verzichten möchte ;) .

Aber da muss man wirklich aufpassen, dass man einen seriösen Anbieter erwischt, sonst wird das nix mit den Millionen.

Apropos: am Mittwoch ist ja die Lottoziehung für ungültig erklärt worden, weil nicht alle Kugeln in die Trommel gerollt sind (spiegel online). DAS ist doch mal krass, ich finde, da sollten alle, die vorher gewonnen gehabt hätten, entschädigt werden.

Schon wieder so eine moralische Frage…

 

 

Und wie stehts mit Text?

DDR Abhörzimmer. Quelle: Lokilech, commons.wikimedia.org; CC-Lizenz

Nachdem ich mich über die Verbreitung der Kinder per Bild aufgeregt habe, mal zu einem moralisch schwierigeren Thema.

Neulich habe ich Kelly Oxford entdeckt, die schon länger ein Riesenhype auf Twitter ist und jetzt auch ein Buch geschrieben hat : Everything is perfect when you are a liar (amazon.de).

Ich finde ihre Tweets echt lustig, ich finde es auch ok, wenn sie den ein oder anderen Spruch ihrer Kinder tweetet, aber dann schreibt sie z.B. jedes Wort mit, das ihr 9jähriger Sohn von sich gibt, während sie Filme anschauen und veröffentlicht es.

Das ist

1. jetzt per se nicht so hammerlustig,

2. auch irgendwie nicht nötig. Sie ist doch selber schon echt lustig, da muss sie ja nicht jedes Wort ihres armen Sohnes vorführen. Irgendwann benimmt er sich dann nicht mehr normal oder denkt, er muss die ganze Zeit performen und lustig sein. Wenn er schlau ist, fängt er bald an, jedes Wort seiner Mama online zu stellen ;)

Facebook und Co

Die krasseste Kinderausstellung ist natürlich immer noch Facebook.

Inzwischen haben immerhin einige Eltern die Privatsphäre-Einstellungen so geändert, dass nur noch “Freunde” die Millionen Fotos von ihren Kindern sehen können, aber hier werden die Kleinen dafür in jeder erdenklichen Lebenssituation abgebildet und vorgeführt.

Diese Eltern behandeln die Kinder wie ihr Eigentum, wie Gegenstände, über die sie frei verfügen können!

Es gibt ja wohl noch so etwas wie Persönlichkeitsrechte, die JEDER Mensch hat und haben sollte. Aber wenn die eigenen Eltern sich entschließen, das einen Pfifferling drauf zu geben, haben die Kleinen wohl Pech gehabt.

Ich frage mich, wie das rechtlich aussieht, man darf ja eigentlich keine Bilder ohne Erlaubnis des Abgebildeten verbreiten. Haben Kinder diese Rechte von Natur aus nicht oder wie?